← Alle Pressemitteilungen
Pressemitteilung 06. Oktober 2022

Finanzlage im Gesundheitssystem: Verbesserungsbedarf auf ganzer Linie

„In den letzten Tagen ist es immer deutlicher geworden: Herr Lauterbach hat sich zu einer Gesundheitspolitik nach Haushaltslage entschieden. Das ist ein fatales Signal für alle Patientinnen und Patienten, aber auch für alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und auch für unsere Krankenhäuser.“, so Hauke Hansen

Hintergrund ist u.a. die Entwicklung des Defizits im Gesundheitsfonds. Mit dem GKVFinanzstabilisierungsgesetz sollen de facto Leistungseinschränkungen für die Patientinnen und Patienten erfolgen. Insbesondere die geplante Abschaffung der Neupatientenregelung, die es Arztpraxen ermöglicht, neue Patienten ohne Vergütungsabzug, zum eigentlich mit den Krankenkassen vereinbarten Honorar, zu behandeln ist kritisch zu betrachten.

„In unserem Gesundheitssystem sind ambulante und stationäre Versorgung voreinander abhängig. Eine Schwächung der ambulanten Strukturen führt automatisch auch zu Problemen im stationären Bereich. Die Klinken und Krankenhäuser stehen bundesweit zusätzlich durch Kostensteigerungen im Bereich der Energie-, Medikamentenund zu erwartender Personalkosten vor erheblichen Problemen. Ich erwarte von den Verantwortlichen auf Bundesebene jetzt schnelle Nachbesserungen und verlässliche Unterstützung mit einem ausreichenden und bundeseinheitlichen Inflationszuschlag für Krankenhäuser, Kliniken und RehaEinrichtungen“, so der gesundheitspolitische Sprecher Hauke Hansen.