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Medizinische Ausbildung, Forschung und Versorgung diverser und individueller ausrichten
Drucksache 20/3352 · Alternativantrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen
Der Schleswig-Holsteinische Landtag stellt fest, dass das Thema Diversität in der Medizin und die damit einhergehende individuelle Medizin unabdingbar für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung ist. Für eine bestmögliche medizinische Prävention und Versorgung aller Menschen müssen relevante Parameter wie Alter, Geschlechtszugehörigkeit und soziokulturelle Hintergründe in der medizinischen Aus- und Fortbildung sowie in der Forschung angemessen berücksichtigt werden.
Der Schleswig-Holsteinische Landtag bittet die Landesregierung daher:
- Die von CAU und Universität zu Lübeck bereits eingeschlagenen Wege zu einer personalisierten medizinischen Ausbildung weiterhin positiv zu begleiten.
- Mit Bund und Ländern eine Lösung zur Umsetzung der neuen ärztlichen Approbationsordnung zu erreichen, damit alters-, herkunfts- und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Forschung, Diagnose und Behandlung bundesweit relevanter Bestandteil der Lehre werden.
- Bestehende Förderprogramme im Gesundheitswesen daraufhin zu überprüfen, ob die Alters-, Herkunfts- und Geschlechterperspektive ausreichend berücksichtigt wird.
- Das Thema „Alters-, Herkunfts- und Geschlechtersensible Gesundheitsversorgung" in einer Landesgesundheitskonferenz zu bearbeiten.
- Die Universität zu Lübeck in der Erarbeitung eines eigenen Core-Curriculums zu Diversität in der Medizin für das Medizinstudium weiter zu unterstützen.