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Arzneimittelversorgung 26. März 2025 Antragsteller: Hauke Hansen MdL (CDU-Fraktion)

Weichenstellung für eine zukunftssichere Arzneimittelversorgung

Drucksache 20/3098 · Alternativantrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen

Die Arzneimittelversorgung – in Schleswig-Holstein, Deutschland und im Prinzip ganz Europa – steht inmitten großer Herausforderungen. Das für Deutschland zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) meldet im März 2025 insgesamt 506 Lieferengpässe.

Der Schleswig-Holsteinische Landtag fordert die Landesregierung daher auf, eine Bundesratsinitiative mit folgenden Maßnahmen zu initiieren:

  • Den Pharmadialog unter Federführung des BMG unter Einschluss der Länder wieder aufzunehmen, um gemeinsam kurz- und langfristige tragfähige Maßnahmen gegen die Arzneimittelknappheit zu schaffen.
  • Sich verstärkt in die Novellierung der Arzneimittelgesetzgebung in der EU einzubringen und darauf hinzuwirken, dass die Arzneimittelproduktion in Europa gestärkt wird.
  • Das Apotheken-Fixum von 8,35 Euro um einen angemessenen Betrag anzuheben sowie eine regelmäßige Berichtspflicht der Bundesregierung über die Entwicklung des Apothekenhonorars zu etablieren.
  • Regelungen zu treffen, die es Apothekerinnen und Apothekern ermöglichen, in einer Mangelsituation, nach Rücksprache mit der verschreibenden Ärztin bzw. dem verschreibenden Arzt, ein pharmakologisch-therapeutisch vergleichbares Arzneimittel abzugeben.
  • Eine Zwischenevaluation des ALBVVG anzustoßen.